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Stressfreie Schlachtung weckt reges Interesse

| Landwirtschaft & Umwelt

Die dritte und somit letzte Agrarkreis-Tour des heurigen Jahres führte gut 50 Jugendliche des Landjugend Bezirks Deutschlandsbergs, am 27. August 2019 nach Trahütten zum Betrieb der Familie Ruhri. Nach einem kurzen Überblick über den Mutterkuhbetrieb, drehte sich anschließend alles um das Thema der stressfreien Schlachtung, welches durch den Verein „Initiative zur stressfreien Schlachtung“ vor einigen Wochen in aller Munde war. 

Innovativer Schlachtwagen

Johannes Ruhri und Rudolf-Peter Michelitsch, beide Mitglieder des Vereines, präsentierten den innovativen Schlachtanhänger, welcher als Prototyp von der Firma Maschinentechnik Theissl (Unterfresen) konstruiert wurde, und erklärten anschaulich wie er in der Praxis zur Anwendung kommt. Dass die Vorbereitung des Schlachtvorganges dabei eine bedeutende Rolle spielt wurde deutlich, da zwischen der Betäubung und dem Entbluten am Hänger maximal eine Minute liegen darf.

Tierwohl und Produktqualität als Antrieb

Vereinsobmann Alois Kiegerl (vlg. Priegl) erläuterte die Hintergründe zur Entwicklung dieses Projektes. Er machte nochmals deutlich, dass die Tiere bei einer gewöhnlichen Schlachtung durch das Verladen auf den Transportanhänger und den Transportvorgang selbst einem erhöhten Stress ausgesetzt sind. Weiters darf nicht vernachlässigt werden, dass es beim Verladen zu Unfällen und somit zu Verletzungen von Tier und Mensch kommen kann.
 Bei der Schlachtung am Hof werden die Tiere im Fressgitter fixiert, was für sie nichts Ungewöhnliches ist und daher auch keinen Stress verursacht. Dort werden die Tiere mittels Bolzenschuss betäubt und mit der am Hänger befestigten Seilwinde auf den Hänger gezogen wo sie anschließend entblutet werden. Im Anschluss werden sie in den Schlachtraum zur Reife und weiteren Verarbeitung gebracht. Die hohen Entwicklungs- und Zulassungskosten für den Anhänger waren es denn 11 Mitgliedsbetrieben Wert, da den Tieren Stress erspart wird und dadurch eine bessere Produktqualität erzielt werden kann.

Danke für den ehrlichen und spannenden Einblick in die Thematik der Hofschlachtung.

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