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Der Tanzboden war voll am 20. Jungbauernball

| Sport & Gesellschaft

Jubiläumsball Nummer 20: Der Jungbauernball lockte mit einem Tollen Programm wieder Hunderte von Besuchern in die Landwirtschaftliche Fachschule Stainz. Der Ball ist eine Kooperation von Bezirkslandjugend, Fachschule und Absolventenverband. Obmann Matthias Knopper und Leiterin Felicitas Masser hießen die Gäste willkommen, LFS-Direktor Johannes Kollmann eröffnete den Ball.

STAINZ. Wie immer beim Jungbauernball: Mit dem Eintritt tauchten die Besucher in eine jugendliche Welt voll Lebensfreude, Kreativität und viel Spaßfaktor ein. Dabei: Die Vorbereitungsarbeiten verlangten den Protagonisten allerhand ab, denn der größte Ball in der Region will erst einmal organisiert werden. Im Zusammenspiel Bezirkslandjugend, Fachschule und Absolventenverein wurde am vergangenen Samstag in der Fachschule Stainz einmal mehr die Power der Jugend in der Landwirtschaft demonstriert. Rund siebzig Jugendliche sind am Gelingen des Events beteiligt. Die Veranstaltung darf auf ein Jubiläum verweisen: Seit zwanzig Jahren ist der Jungbauernball Treffpunkt für tanzlustige, unterhaltungswütige und erlebnishungrige Gäste aus allen Schichten der Bevölkerung. Als Beispiel darf der Vorstandsausflug der Landjugend Altenberg bei Linz gewertet werden. „Unsere ehemalige Leiterin hat uns den Tipp gegeben“, freute sich Julia Riener auf einen geselligen Mädelsabend.

Polonäse als Augenweide

Den schwungvollen Auftakt bildete einmal mehr die von acht Paaren der Bezirkslandjugend in ihren eigens kreierten Trachten getanzte Polonäse. „Es war zeitintensiv und nervenaufreibend“, beschrieb Michael Herk die Vorbereitungszeit mit dem Trainerteam Heidi und Franz Hüttinger im Pfarrhof Groß St. Florian. „Aber wir haben es geschafft“, lautete der Zusatz, der von den Akteuren eindrucksvoll bestätigt wurde. Die Harmonie – aber noch mehr die Freude an der Darbietung – war bei jeder Drehung, bei jedem Schwung und bei jeder Figur zu sehen. Überragend war der Mambo-Lift im volkstümlichen ersten Teil, die Pose-, Vorzeige- und Fallfiguren im zweiten, schmissigeren Teil standen ihm aber um nichts nach. „Es war eine Freude, mit den Jugendlichen die Polonäse einzustudieren“, attestierten die beiden Coaches ihren Schützlingen eine beinahe profihafte Einstellung bei den Proben. Als Dank dafür gab es für das Duo ein Präsent von den Tänzern.

Begrüßung durch Bezirksvorstand

Es war an Obmann Matthias Knopper und Leiterin Felicitas Masser, die Gäste im Festsaal willkommen zu heißen. „Es ist uns eine Ehre, dass so viele Menschen gekommen sind“, bedankten sie sich für die Treue zum Jungbauernball. Das 20-Jahr-Jubiläum sei ein zusätzliches Asset des Abends. In ihre Begrüßung banden die beiden alle Gäste, die LJ-Abordnungen aus Leibnitz, Graz-Umgebung und Mürzzuschlag, die Vertreter der politischen Parteien sowie als Ehrengäste Bezirksbauernbundobmann Christian Polz, Kammersekretär Michael Temmel, Direktorin Maria Haring-Weigl und Direktor Johannes Kollmann ein. „Wir machen das gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Fachschule und dem Absolventenverein“, bedankte sie sich bei allen Mitwirkenden für ihr Engagement. Als Hauptsponsoren bedankte sie sich bei den Raiffeisenbanken des Bezirks, dem Maschinenring, Steirerland Trachten und der Grazer Wechselseitigen.

Ein übervolles Angebot

Mit dem mündlichen Wegweiser von Absolventenvereinsobfrau Agnes Spieler konnten sich die Besucher auf den Weg zu den verschiedenen Stationen machen. Ein erster Halt war zumeist bei der Fotobox, die Sofortablichtungen und allen möglichen und – zu späterer Stunde - unmöglichen Posen fabrizierte. Für den Gaumen standen in den Klassenzimmern die Kuchen-/Kaffeebar, das Weinhaus, die Bierbar, die Schank, die Bar „Zum damischen Hirschen“ (keine Tiroler Erfindung, sondern eine traditionelle Tränke des Jungbauernballs) und die Außenbar zur Verfügung. Von den LFS-Schülern an den Tischen serviert wurden die Köstlichkeiten der hauseigenen Küche. Üppig ausgestattet war wieder einmal der Glückshafen (jedes Los gewinnt) mit rund eintausend Besten. Und die Musik? Im Saal spielten die „Blechquetscher“ auf, die Kellerdisco war das Areal von Deejay Rollin‘.

Jungbauernball als Vorzeigeprojekt

Wie hatte Direktor Johannes Kollmann in seiner Begrüßung so treffend gesagt: „Das Zusammenspiel von Bezirkslandjugend Fachschule und Absolventenverein ist ein Vorzeigeprojekt und das Produkt einer gelungenen Zusammenarbeit. „Ich sage allen rund siebzig Mithelfern ein herzliches Danke“, freute er sich über die außerordentliche Besucherfrequenz und hoffte, den Event noch recht oft in der Schule beherbergen zu können. Ein weiterer Programmpunkt erfreute die Gäste um Mitternacht: Schüler der Fachschule lebten auf schwungvolle Art und Weise vor, wie ein Abend vor dem Fernseher ablaufen kann. „Unser Sohn hat die Fachschule vor drei Jahren abgeschlossen“, sehen Friederike und Gerald Fischauer aus Gratwein den Jungbauernball mittlerweile als Pflichtveranstaltung an. Nachsatz: „Wir freuen uns schon auf das kommende Jahr.“
 

Artikel geschrieben von Gerhard Langmann

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